Kennt ihr das? Eure Gefühle drohen euch zu übermannen. Plötzlich mitten auf der Straße, beim Schlussmachen mit einem geliebten Menschen, bei einem traurigen Film, bei einem Streit mit einer dummen Person oder bei alltäglichen Tätigkeiten.
Ihr denkt, ihr seid so und könnt nichts dagegen machen? Falsch! Früher habe ich mich auch so benommen und weinte bei jeder Kleinigkeit. Bei meinen Gitarrenstunden in der Musikschule war das fast wöchentlich ein feuchtes Erlebnis. Immer wenn ich was falsch gemacht, was falsches gesagt oder ich mich peinlich benommen hatte, kamen die Tränen.
Heute ist das anders. Und wieso? Weil ich mich dafür entschieden habe.
Jedes Mal, wenn sich früher ein unliebsames Gefühl herangeschlichen hat, habe ich angefangen geistige Übungen zu machen. Und man (bzw. frau), unser Geist ist echt mächtig!
Bemerkte ich, dass die Tränen herannahten habe ich mir selbst gesagt, nein du heulst jetzt nicht. Das habe ich so lange wiederholt, bis ich sie stoppen konnte. Vielleicht klappt das bei euch nicht beim ersten, auch nicht beim zweiten, meine Götter, vielleicht auch nicht beim 7. Mal, aber irgendwann habt ihr euch echt im Griff. Außerdem schaue ich mir einmal aller zwei Wochen einen richtig traurigen Film an, um nicht die ganzen Emotionen in mich hinein zu fressen, sondern auch mal loszulassen. In solchen Augenblicken steigere mich dann richtig hinein und vergesse alles um mich herum. Vorzugsweise bin ich dann alleine und niemand kann die Schwimmbecken sehen, die ich mit meinen Tränen fülle. Echtes Heulen macht echt hässlich – leider.
Außerdem war ich früher viel aggressiver als heute. Auch hier nutze ich verschiedene Techniken, um das zu kontrollieren. Ja, ich schreibe im Präsens, da diese Baustelle noch nicht geschlossen ist. Zum einen versuche ich meinen Kopf zu leeren, wenn ich wütend bin. Es herrscht da oben dann wirklich eine erschreckende Leere. Dann zähle ich von 10 bis 1 runter und fülle meine Gedanken nur mit angenehmen Erinnerungen. Meine Urlaube an der Ostsee sind mein liebstes Mittel. Das Meer beruhigt und entspannt mich immer. Klar, wird das nicht beim ersten Mal klappen. Hier heißt es ebenfalls es immer und immer und immer und immer wieder zu versuchen. Zum anderen, wenn das alles nicht klappt, gehe ich in mein Zimmer, nehme mir mein größtes Kissen und haue da einfach rein. Das macht mir mehr Spaß, als es sollte und so baue ich auch den Stress und die nicht gewollten Emotionen ab.
Noch ein Aspekt, der mir sehr weiter hilft. Die ganzen geistigen Techniken kann man nutzen um sich nicht in die falsche Person zu verlieben. Ja…sowas geht. Zwar finden das nicht alle so toll, dass man Gefühle wie die Liebe zu unterdrücken versucht, aber ich habe meinen Verstand gerne klar und ich will nicht den Falschen hinterher hecheln. Kennt ihr das, wenn ihr an jemanden denkt und plötzlich anfangt zu grinsen? Das ist für mich das erste Anzeichen, dass man für jemanden etwas mehr empfindet. Dann verbiete ich mir selber in dem Zeitpunkt zu lächeln. Obendrauf denke ich an all die schlechten Eigenschaften der jeweiligen Person. Ich stelle mir im Geiste vor wie ich eine dünne Schutzschicht über mein Herz stülpe, die alles durchlässt, bis auf die lästigen Gefühle für den Typen. Und das klappt. Wenn man sich lange genug NEIN sagt, dann denkt man es auch und man hat die Krise überwunden.
ACHTUNG: Für Risiken oder Nebenwirkungen übernehme ich keine Haftung. Das ist mein Weg, der für mich funktioniert. Das heißt nicht, dass das was für euch ist. Jedoch denke ich – Probieren geht über studieren.
Erfreut euch noch am schönen Wetter
Eure Deev
Interessante Ansichten. Ein Versuch ist es mir wert.
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